Rubio besucht Orbán
Mit dem Amtsantritt Trumps zu Beginn des Vorjahres habe ein „goldenes Zeitalter“ in den ungarisch-amerikanischen Beziehungen begonnen, pflichtete ihm Orbán bei. Der ungarische Rechtspopulist hatte bereits vor Trumps erstmaliger Wahl zum US-Präsidenten 2016, damals als einziger Regierungschef eines EU-Landes, seine vorbehaltlose Unterstützung für Trump erklärt.
Rubio war am letzten Wochenende bei der Münchener Sicherheitskonferenz aufgetreten. Im Anschluss reiste er zunächst in die slowakische Hauptstadt Bratislava und dann nach Budapest weiter. Auch der slowakische Ministerpräsident Robert Fico gilt als starker Trump-Sympathisant. Die Reisestationen des US-Außenministers machten Beobachtern zufolge deutlich, in welchem Ausmaß die Trump-Administration auf die EU-skeptischen und „illiberalen“ Kräfte in Europa setzt.
Zugleich wollte Rubio Orbán wohl auch innenpolitisch den Rücken stärken. Denn der Ungar sieht am 12. April einer Parlamentswahl entgegen, die er verlieren könnte. Sein bürgerlich-konservativer Herausforderer Peter Magyar liegt in den Umfragen derzeit deutlich vor ihm.