Eralp: Linke wird „Angriffswelle“ überstehen
Die Linke werde diese „Angriffswelle“ überstehen. „Die Menschen in dieser Stadt haben uns für Veränderungen gewählt, und wir werden sie umsetzen“, so Eralp. „Sie erwarten zu Recht von uns, dass wir jeden Hebel umlegen, um ihr Leben zu verbessern.“ Sie wurde während ihrer mehr als 20-minütigen Rede mehrfach mit Applaus und „Elif, Elif“-Rufen gefeiert.
Eralp sprach von einer „zerstörerischen Dimension“ der Kritik von außen: Die Anwürfe gegen sie und ihre Partei hätten jedes Maß verloren. „Und warum? Weil wir vorhaben, den Menschen ins Zentrum unserer Politik zu stellen und nicht den Profit. Weil wir vorhaben, die Eigentumsfrage zu stellen.“ In Berlin will die Linke 160 000 Wohnungen großer Konzerne vergesellschaften.
Sie ging auch auf einen am Donnerstag veröffentlichten Spiegel-Bericht ein, der für viel Wirbel gesorgt hatte. Nach der Veröffentlichung erreichten sie Rücktrittsforderungen aus verschiedenen Ecken. „Und noch mehr Hass als schon davor“, sagte sie. „Als migrantische Frau ist man in der Politik einiges gewohnt, und das ist schlimm, aber das alles hat inzwischen ein wirklich inakzeptables Maß erreicht.“ Sie bekomme aber auch viel Solidarität.
„Und ich lasse mich auch nicht einschüchtern“, so Eralp. „Mir wird jetzt von führenden Politikern und manchen Medien vorgeworfen, ich könne wegen meiner eigenen Sorgen Berlin nicht schützen. Ich sehe das anders. Gerade weil ich verschiedene Sorgen kenne und verstehe, werde ich genau das tun. Und selbstverständlich werde ich mich gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit, gegen Antisemitismus und gegen Rassismus stellen.“