Pistorius will Minensucher ins Mittelmeer verlegen
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat angekündigt, einen deutschen Minensucher sowie ein Führungs- und Versorgungsschiff vorsorglich ins Mittelmeer zu verlegen. Damit bereitet die Bundeswehr einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus vor, ohne Zeit zu verlieren, falls der Bundestag ein entsprechendes Mandat erteilt. Pistorius betont, Voraussetzung sei zunächst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit Iran. Als Rechtsgrundlage nennt er eine Erweiterung des EU-Mandats für die Marinemission „Aspides“ im Roten Meer als „angemessene und denkbare Option“ – ein UN-Mandat sei „im Augenblick nicht wahrscheinlich“.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte bereits vor gut einer Woche angeboten, dass Deutschland Minenjagdboote, ein Begleitschiff und Luftaufklärung bereitstellen könnte. „Unsere Marine ist richtig gut darin, Minen aufzuspüren und zu räumen“, sagt Pistorius. Unter Führung Frankreichs und Großbritanniens bereitet ein internationales Bündnis einen Marineeinsatz für den Fall eines Waffenstillstands vor.