US-Todeskandidatin aus Krankenhaus ins Gefängnis zurückverlegt
Bei dem fehlgeschlagenen Hinrichtungsversuch am 30. September wirkte das todbringende Mittel Pentobarbital nicht, wie erwartet. Pike atmete weiter. Schließlich wurde die Hinrichtung gestoppt und sie kam mit schweren Armverletzungen, bewusstlos und in kritischem Zustand in ein Krankenhaus in Nashville. Ihre Anwälte waren zunächst davon ausgegangen, dass sie hirntot sein könnte. In dieser Woche sei sie jedoch „wütend und verwirrt“ aufgewacht und stehe vor einer langen Genesung, erklärten die Juristen.
Die Zukunft von Christa Pike ist zunächst weiter ungewiss. Der stellvertretende Generalstaatsanwalt von Tennessee, John Ayers, hatte am Mittwoch erklärt, er könne nicht sagen, ob der Bundesstaat erneut versuchen werde, Pike hinzurichten. Ein Richter in Tennessee ordnete in dieser Woche an, sämtliche Beweise im Zusammenhang mit der fehlgeschlagenen Exekution zu sichern.
Gouverneur Bill Lee hat eine Untersuchungskommission eingesetzt. Im laufenden Jahr werde der Bundesstaat keine Hinrichtungen mehr vornehmen. Pikes Anwälte und Geistliche fordern, Lee müsse das Todesurteil aufheben.
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