Explodiertes Munitionslager: Ukraine meldet 37 Tote nahe Kiew nach russischem Angriff
Aus dem betroffenen Gebiet im Bezirk Butscha seien zudem mehr als 380 Menschen in Sicherheit gebracht worden, erklärte Tkatschenko. Präsident Wolodimir Selenskij schrieb auf Telegram: „Es gibt erhebliche Schäden an der umliegenden Infrastruktur: Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschädigt.“
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde bei dem Angriff ein Unternehmensgelände getroffen. Selenskij nannte keine Details, schrieb aber: „Es gibt Vorschriften: Munition darf es nicht neben Häusern und anderen Wohngebäuden geben.“ Er verwies auf eingeleitete Strafverfahren. Bereits in der Nacht hatte die Staatsanwaltschaft über eingeleitete Ermittlungen wegen „dienstlicher Fahrlässigkeit“ und einen russischen Drohnenschlag informiert. Nach russischen Angaben war ein Munitionslager das Ziel des Angriffs.
Regierungschef Serhij Korezkyj verwies auf einen ähnlichen Vorfall Anfang Juli am südwestlichen Stadtrand von Kiew – damals starben mindestens neun Menschen. „Im fünften Kriegsjahr werden ein und dieselben Fehler begangen – das ist kriminelle Fahrlässigkeit“, schrieb Korezkyj auf Telegram.
Darüber hinaus wurde bei einem anderen russischen Angriff im südukrainischen Gebiet Odessa mindestens ein Mensch getötet. Weitere drei seien verletzt, teilte der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, auf Telegram mit. Fünf Getreidetransporter seien ausgebrannt und drei weitere beschädigt worden. Alle Brände konnten demnach gelöscht werden.