Gates: „Es war dumm von mir, Zeit mit Epstein zu verbringen“
In Akten, die das US-Justizministerium jüngst veröffentlicht hat, findet sich auch ein E-Mail-Entwurf aus dem Jahr 2013, der im Konto Epsteins gespeichert war und sich offenbar an Bill Gates richtet.
Der Entwurf thematisiert Spannungen zwischen Gates und seiner damaligen Ehefrau sowie gescheiterte Geschäftsbeziehungen. Zudem enthält er unbelegte Vorwürfe persönlicher Natur – darunter den Hinweis, Gates habe Epstein gebeten, E-Mails zu löschen, die sich auf eine mögliche Geschlechtskrankheit sowie intime Details bezogen hätten. Belege dafür gibt es nicht. Die reine Nennung oder Abbildung in den Epstein-Akten ist kein Hinweis auf ein Fehlverhalten.
Die Frage, ob die Vorwürfe wahr seien, verneinte Gates. Epstein habe offenbar eine E-Mail an sich selbst geschrieben, die nie verschickt worden sei. Er wisse nicht, was sich Epstein dabei gedacht habe, sagte Gates – und warf dabei die Frage auf, ob Epstein versucht habe, ihm zu schaden. Er bereue jede Minute, die er mit Epstein verbracht habe und entschuldige sich dafür, sagte Gates. Auf der Privatinsel des Unternehmers, die Zentrum des Missbrauchsrings gewesen sein soll, sei er nie gewesen. Er habe nie irgendwelche Frauen getroffen, betonte der Microsoft-Mitgründer.
Gates hat Epstein nach eigenen Angaben mehrmals zum Abendessen getroffen. Er begründete das damit, dass Epstein viele reiche Leute kannte und gesagt habe, er könne diese dazu bewegen, Geld für die globale Gesundheit zu spenden. Ähnlich hatte Gates seine Treffen mit Epstein bereits vor Jahren begründet.