Trump sieht Taiwan-Waffenverkauf als Druckmittel gegen China
Zuvor hatte Trump während seines Rückflugs aus Peking in die USA bereits gesagt, dass er in nächster Zeit eine Entscheidung treffen werde. Er müsse allerdings zunächst mit Taiwan darüber sprechen. Der US-Kongress hatte das jüngste Waffengeschäft mit Taiwan bereits im Januar 2025 vorab genehmigt.
China beansprucht Taiwan für sich und lehnt US-Waffenlieferungen an die Insel ab. Trump sagte, er habe mit Chinas Staatschef Xi Jinping lange über Taiwan gesprochen. Xi warnte demnach vor einer „äußerst gefährlichen Lage“, sollte die Taiwan-Frage schlecht gehandhabt werden.
Trumps zögerliche Aussage sorgte für Unsicherheit über die künftige US-Unterstützung für die demokratisch regierte Insel, nachdem der US-Präsident in dieser Woche nach China gereist war. Taiwan unterstrich die Bedeutung amerikanischer Rüstungslieferungen für die Sicherheit. „Waffenverkäufe der USA an Taiwan waren schon immer ein Eckpfeiler des Friedens und der Stabilität in der Region und sind im US-Recht verankert“, sagte der stellvertretende taiwanische Außenminister Chen Ming-chi am Samstag in Taipeh. Die Regierung werde weiterhin mit den USA im Austausch bleiben, um das weitere Vorgehen bei einem geplanten Rüstungspaket zu klären.