CSU-Landesgruppenchef Herrmann will AfD von Sicherheitskonferenz ausschließen
In den vergangenen beiden Jahren hatte sich der inzwischen ausgeschiedene Konferenzleiter Christoph Heusgen dazu entschieden, die AfD nicht einzuladen. Im vergangenen Jahr wurde – kurz vor der Bundestagswahl – auch das BSW ausgeschlossen. US-Vizepräsident J. D. Vance hatte das in einer aufsehenerregenden Rede bei der Sicherheitskonferenz scharf kritisiert. „Es gibt keinen Platz für Brandmauern“, sagte er und warf europäischen Verbündeten die Gefährdung der Demokratie vor. Anschließend traf er sich außerhalb des Konferenzgeländes demonstrativ mit AfD-Chefin Alice Weidel. Ein Gespräch mit dem damaligen Kanzler Olaf Scholz (SPD) kam dagegen nicht zustande.
Hoffmann setzt darauf, dass die USA diesmal Verständnis für einen AfD-Ausschluss haben. „Ich glaube, wenn man den Amerikanern darstellt, was der Hintergrund dabei ist und die Amerikaner sich mit der AfD mal tiefergehend beschäftigen, dass dann auch von deren Seite sehr nachvollziehbar wird, warum die AfD dann nicht dabei sein kann“, sagte er der dpa.
Darüber, ob die AfD bei der Sicherheitskonferenz dabei sein darf oder nicht, wird demnächst Wolfgang Ischinger entscheiden. Ischinger war jahrelang vor Heusgen Vorsitzender und wird die Konferenz in diesem Jahr erneut leiten. Der eigentliche Vorsitzende Jens Stoltenberg ist noch als norwegischer Finanzminister tätig.