Iran-Krieg heizt Inflation in den USA stark an
Die im Zuge des Iran-Kriegs gestiegenen Energiepreise befeuern die Inflation in den USA weiter. Die Verbraucherpreise stiegen im Mai um 4,2 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten damit gerechnet, nach 3,8 Prozent im April. Im März lag die Teuerungsrate noch bei 3,3 Prozent, im Februar bei nur 2,4 Prozent.
Auch die Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel ausgeklammert werden, legte im vergangenen Monat zu – auf 2,9 Prozent, nach 2,8 Prozent im April. Diese Teuerungsrate bildet den zugrunde liegenden Inflationstrend gut ab und wird daher von der Notenbank Federal Reserve (Fed) besonders stark beachtet.
Die Fed beließ den Leitzins zuletzt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Angesichts der Folgen des Iran-Kriegs auf die Wirtschaft und insbesondere auf die Energiepreise gilt eine baldige Zinssenkung aus wirtschaftlicher Sicht als unwahrscheinlich. US-Präsident Donald Trump hatte jedoch immer wieder darauf gepocht, bevor er mit Kevin Warsh einen Vertrauten zum neuen Chef der Notenbank machte.