Dem Mond nun näher als der Erde
Während der insgesamt zehntägigen Mission bleibt für die vier wenig dem Zufall überlassen: So teilt die Nasa sogar öffentlich mit, wenn die Astronauten sich aufs Zubettgehen vorbereiten und wann sie ihre Schlafphase beginnen sollen. Geweckt wird das Artemis-Team von Kollegen am Boden – am Freitag etwa durch den Song „In a Daydream“ von der Freddy Jones Band, in dem es unter anderem heißt „No one around just me and the sky“ (deutsch: „Niemand ist hier, nur ich und der Himmel“).
Übermorgen, am fünften Flugtag, soll Orion den Punkt erreichen, wenn die Schwerkraft des Mondes stärker auf das Raumschiff wirkt als die der Erde. Am sechsten Flugtag soll das Raumschiff dem Mond am nächsten kommen – etwa 7500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite. Von dort aus können die Astronauten dann Erde und Mond gleichzeitig sehen – und sogar auch eine Sonnenfinsternis, bei der die Sonne aus der Perspektive von Orion hinter dem Mond verschwindet. An diesem Flugtag könnten sie sich auch weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Den bisherigen Rekord stellte die Crew der Apollo 13-Mission 1970 mit rund 400 171 Kilometern auf.