Epstein-Dokumente belasten US-Handelsminister Lutnick
Demnach belegen die E-Mails, dass Lutnick Epstein kontaktierte, um mit seiner und einer weiteren Familie zu einem Essen auf „Little St. James“ zu kommen. Seine Ehefrau Allison schrieb begeistert, sie würden mit einer 188-Fuß-Yacht namens „Excellence“ anreisen. Ein Tag nach dem geplanten Treffen am 23. Dezember 2012 schrieb Epsteins Assistent an Lutnick: „Nice seeing you“ – ein Hinweis darauf, dass das Treffen stattfand. Zudem zeigen die Unterlagen der New York Times (NYT) zufolge, dass Lutnick und Epstein auch in den Jahren darauf miteinander zu tun hatten, etwa bei einem Wohltätigkeitsdinner.
Dies steht im direkten Widerspruch zu Lutnicks öffentlichen Aussagen. In einem Podcast-Interview 2024 behauptete der Milliardär, er und seine Frau seien bereits 2005 so „angewidert“ von Epstein gewesen, dass sie beschlossen hätten, „niemals wieder mit dieser widerlichen Person in einem Raum zu sein“. Als die New York Times ihn am Freitag konfrontierte, sagte Lutnick, er könne den Besuch nicht kommentieren, da er nicht die neuen Dokumente der Epstein Files kenne. Laut der NYT sagte er: „Ich habe null Zeit mit ihm verbracht“ und legte auf.
Lutnick gilt als einer von Trumps loyalsten Vertrauten im Kabinett und einer seiner größten Geldgeber. Wie Politico berichtet, kennen sich die beiden seit über drei Jahrzehnten aus der New Yorker Charity-Szene. Der 63-jährige Milliardär war CEO eines US-amerikanischen
Finanzdienstleistungsunternehmens. 2016 soll der Trump noch einen „Trottel“ genannt und Geld für Hillary Clinton gesammelt haben.