Eltern von Todesopfer in Minneapolis bezichtigen US-Regierung der Lüge
Abgefeuert wurden die Schüsse offenbar von Uniformierten der Grenzschutzeinheit Border Patrol, die in Minneapolis – wie die Einwanderungsbehörde ICE – seit Wochen zunehmend brutale Razzien gegen Immigranten und andere ihnen verdächtige Menschen ausführt.
„Die abscheulichen Lügen, die die Regierung über unseren Sohn verbreitet, sind verwerflich und widerwärtig“, heißt es in der Stellungnahme der Familie. Ihr Sohn halte eindeutig keine Waffe in der Hand, als er angegriffen werde. Er habe lediglich versucht, eine von einem Beamten zu Boden gebrachte Frau zu schützen, und sei mit Pfefferspray besprüht worden, bevor die Schüsse fielen. Die Wahrheit müsse ans Licht gebracht werden.
Von dem Vorfall vom Samstagmorgen (Ortszeit) auf einer Straße der US-Großstadt kursieren Videos aus verschiedenen Perspektiven im Netz. Auf einem davon, das die Deutsche Presse-Agentur verifiziert hat, ist zu sehen, wie mehrere Vermummte in Einsatzkleidung eine Person gewaltsam zu Boden bringen und versuchen, diese zu fixieren. Offenkundig handelt es sich dabei um Alex Pretti. Am Ende wird er von acht Einsatzkräften umringt.
Dann fallen Schüsse, dem Ton nach sind es etwa zehn. Es kann sein, dass verschiedene Personen schießen, eindeutig ist das den Aufnahmen nicht zu entnehmen. Auch als die Person regungslos am Boden liegt, schießt mindestens einer der Vermummten weiter auf sie. Zur Frage der möglichen Bewaffnung des Mannes kann man anhand der von dpa überprüften Videos keine Aussage treffen.
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